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Kiez-Reporter unterwegs im Großstadt- Dschungel.

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Mein erstes Auto war ein Trabant 601 deluxe in Papyrusweiß. Damals, 1994 mein ganzer Stolz. Ich hatte ihn mir auch ein wenig aufgemotzt mit Felgenringen und einer Wartburgschürze. Auf der hinteren Scheibe hatte ich mir noch einen eigenen Aufkleber “OST”, wobei das “s” das Sachsenringsymbol war, angebracht.

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Mein erstes Auto, ein Trabant und ich noch ganz jung.

Was habe ich nicht alles mit meinem Trabant erlebt. Einmal erinnere ich mich bin ich von Dresden nach Jena gefahren. Unterwegs, das Wetter war schlecht, es regnete ordentlich und ich gab munter Gas, freute mich das ich mal schneller als die anderen war, passierte es. So bei Chemnitz glaube ich, die Autobahn führt dort über ein paar Berge, ich mit Bleifuss Vollgas gebend, die Tachonadel war schon bei der Lampe für den Blinker angekommen, stotterte mein liebster Trabi auf einmal. Ein Schreck fuhr mir durch die Glieder. Es ist wie bei einem Unfall. Sieht man das ganze Unheil, fährt man ein paar Kilometer langsam, doch dann sind die guten Vorsätze wieder weg und man gibt erneut Gas. So auch in meinem Fall. Nach dem zweiten Berg gab ich wieder Vollgas, mich dem Rausch der Geschwindigkeit hingebend. Ich denke ich hatte so ca. 130 Sachen drauf, bergab wohlgemerkt. Und dann passierte es. Mit einem Schlag war der Motor aus. Mir schwante böses. Und so war es auch, Kolbenfresser.

Ich rief den ADAC, der hielf mir obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch kein Mitglied war und schleppte mich erstmal von der Autobahn runter. Doch dann war ich auf mich alleine gestellt. Zu meinem Glück half mir mein Cousin. Der kam und schleppte mich ca. 100 Kilometer weit ab. Und das ging natürlich nur über die Landstrasse. Bei den vielen Bergen, ich musste ständig bremsen, Motorbremse ging ja nicht, versagten mit der Zeit meine Bremsen. Doch dafür hatten wir eine Lösung. Aus heutiger Sicht ziemlich fahrlässig, aber es klappte. Wir sind auf den Bergspitzen immer mit ganz langsamer Geschwindigkeit angekommen und beim runterfahren hat das schleppende Auto Gas gegeben. Ich kann Euch sagen, es wird einem schon recht flau im Magen wenn man mit sehr schlechten Bremsen, die waren richtig heiss gelaufen, 3 Meter (so lang ist glaube ich ein Abschleppseil) hinter einem Auto mit 80, 90 km/h unten ankommt.

Den neuen Motor hab ich mir dann auf dem Schrott für 50 Mark gekauft und ihn auf der Strasse eingebaut. Mit zwei Mann ist das gar kein Problem. Tja an dem guten alten Trabi konnte man eben noch alles selber machen. Irgendwann wollt ich dann aber auch ein “West-Wagen”, hört sich irgendwie kommisch an, fahren und verkaufte meinen geliebten Trabi. Jetzt habe ich mal beim Aufräumen ein altes Werbeschild für den Trabant gefunden.

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Trabant fahren – nur fliegen ist schöner! Das nenn ich doch mal eine anständige Liebeserklärung an den besten Freund des Deutschen, sein Auto.

Wer es noch mal haben möchte dieses Gefühl von Freiheit, der kann auch heute noch Trabant fahren. Auf den Trabi-Safaris in Berlin und Dresden kannst du dich dem Vergnügen des Tabi fahrens hingeben. Vielleicht sagst du dann ja auch: Trabant fahren – nur fliegen ist schöner!

4 Responses to “Trabant fahren – nur fliegen ist schöner”

  1. Hallo,

    Du solltest das werbeschild gut aufheben, dafür bekommst du auf jedenfall mal viel Geld. Es gibt viele Trabant-Freaks die Dir das Schild abkaufen.

    Chiptuning

  2. Das werde ich. Und wenn jemand Interesse an dem Teil hat kann er gerne ein Angebot abgeben.

    Stefan

  3. Trabbi fahren iss doch inzwischen Kult

    herbert

  4. wer mal nicht nur mitfahren will, sondern die pappe auch selbst fahren möchte, kann sich mal die Angebote auf
    www.trabantberlin.de
    anschauen.

    Rick

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