Die Kiezreporter

Berlin bloggt Berlin

What`s going on?!

Die B-Alliteraten - Berlin bloggt Berlin.
Kiez-Reporter unterwegs im Großstadt- Dschungel.

Tags: ,

Ja mein Gott wie schnell ging das denn? Gestern stand ich noch kopfschüttelnd da, als der Ire anfing auf seiner schön grünen Insel ein Rauchverbot in Bars und Restaurants zu verhängen. In Deutschland nicht möglich – dachte ich – und schon garnicht in Berlin! Doch wurde ich vom Jahr 2008 eines Besseren belehrt.

Der erste Error war natürlich in der nächst´ besten Kneipe erstmal die Kippenschachtel auf den Tisch zu feuern, gefolgt vom Handy und anderen Utensilien. Da gab es schon die ersten schiefen Blicke. Irgendwie war da noch was in meinem Hinterkopf, ah… mmh.. nein. Da viel mir doch die völlige Ermangelung von Aschenbechern auf. Kxcke! Das wars. Der Abend war versaut!? Nein, jetzt kommts, war er nicht!

Ein unglaublicher Vorteil des Rauchverbots in Kneipen ist, dass man vor dem Laden andere „Leidensgenossen“ in entspannter Plauder-Stimmung antreffen kann. Die hübsche Madmoiselle, die zwei Tische weiter sitzt – früher hätte man nie im Leben daran gedacht sich dazu setzen, geschweige denn Sie für ein kurzes Gespräch nach draußen zu bitten – schon steht Sie vor mir und ich zünde Ihre Zigarette an. Was für ein Start in das Rauchverbot! Wenn es nicht gerade das Fräulein ist, stehen meist andere nette Menschen mit mir „leidend“ und kommunizierend vor meiner Lieblings-Bar.

Merke also: Nicht nur das Flirten, auch die Kommunikation wird durch das Rauchverbot gefördert. Es kommt noch besser. Während ich normalerweise an einem „Bar-Abend“ auf 1-2 Schachteln gekommen bin, sind es seit dem Rauchverbot nurnoch 4 bis 6 Zigaretten. What a difference! Geld-technisch und Brocken-Räusper-technisch. Sprich am nächsten Morgen bin ich nicht mehr so dizzy und noch viel geiler: Die Klamotten stinken nicht!

Wow. Es ist mir unbegreiflich, wie ich all diese schönen Vorteile des Nicht-in-Bars-Rauchen erst übersehen konnte. Endlich habe ich auch kein schlechtes Gewissen mehr dem Bar-Personal gegenüber. Die Armen können ja jetzt endlich aufatmen. Nein, ehrlich, find ich gut so.

Fazit: Mit einem Rauchverbot belegte Raucher sind kommunikativer, flirten mehr, lernen mehr Leute kennen, sind sparsamer, leben gesünder und stinken weniger. Ich glaube Nichtraucher können nicht soviel Pros aufzählen 😉

Hier bedankt sich der spreeblick(en).de Toni Mahoni für das Rauchverbot

5 Responses to “Ich und das Rauchverbot”

  1. Aha, ist das so, ja? Ich habe vielmehr den Eindruck, hier versucht sich ein kontaktarmer Endzwanziger das Rauchverbot schönzureden.

    Jean-Pierre

  2. Gibt es da denn nicht einen gesunden Mittelweg?

    Stefan

  3. Ich hoffe das dieses Gesetz irgendwie gelockert wird.

    oder man sich da irgendwie anders einigt.

    Mal ehrlich:
    4 Cocktails, gut einen im Turm, welcher Raucher möchte da nciht gerne rauchen?

    MFG
    Frank

    Frank

  4. Ich finde, dieses Gestz ist eine Frechheit, lenkt nur von wirklichen Problemen ab und hetzt die Menschen gegeneinander auf. Das hatten wir doch schon mal in unserer Geschichte. Und gegen stinkende Klamotten hilft waschen.

    herbert

  5. Hmm am anfang dachte ich noch: mensch – keine wahlen mehr? in deutschland nicht möglich, schon garnicht in berlin. aber jetzt finde ich es garnicht mehr schlimm. man braucht sich keine gedanken wegen der briefwahlunterlagen mehr machen und statt politischer diskussionen, die ja früher auch eh nichts gebracht haben, kann man sich viel besser über z.b. erotische unterwäsche oder neue markenartikel unterhalten. also ich finds gut.

    robze